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Thema: Selbstliebe

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Buntes Konfetti fällt auf den Boden, der Blick von Oben

10 einfache Tipps für mehr Selbstliebe

Ich möchte mich in diesem Artikel mit dem Thema der Selbstliebe, und warum sie so wichtig ist, beschäftigen. Doch was ist Selbstliebe eigentlich? Es bedeutet, einfach sich selbst allumfassend anzunehmen und bedingungslos und uneingeschränkt zu lieben. Doch warum fällt es so vielen Menschen schwer, sich selbst zu lieben, wenn die Begriffserklärung doch scheinbar so simpel ist?

Ich denke zum einen, weil unsere Gesellschaft und ganze Industriezweige darauf ausgelegt sind, dass wir uns selbst eben ganz und gar nicht lieben - um uns allerlei Dinge oder Dienstleistungen zu verkaufen, die unsere Selbstliebe vermeintlich wieder herstellen sollen. Jedoch sollen sie das nie wirklich, sondern nur vorgaukeln, denn schließlich lebt diese Industrie ja von dem unvollkommenen Zustand.

Und zum anderen - und das ist der Hauptgrund - weil wir von klein an lernen, dass wir nicht vollkommen sind, dass wir zu viel Dieses oder zu wenig Jenes sind. Wir lernen, dass unsere Liebe an Bedingungen geknüpft ist und dass wir belohnt werden, wenn wir uns so verhalten, wie andere es von uns erwarten. Von Lehrern, Freunden, Familie und hauptsächlich von den Eltern. Durch (angedrohten) Liebesentzug, missbilligende Worte und abwertende Blicke lernen wir sehr früh, dass wir unvollkommen und nicht gut genug sind, geliebt zu werden. Dieses Gefühl, nicht in Ordnung zu sein, ist so tief in uns verankert und somit ein Teil unserer Persönlichkeit geworden, dass wir es als richtig erachten. Unsere Selbstverachtung scheint uns deshalb völlig normal und gerechtfertigt. Wir haben als Kinder gelernt, dass man minderwertig ist und schleppen dieses Gefühl ein Leben lang mit uns rum. Oft wissen wir gar nicht, warum wir uns so fühlen, es deprimiert uns und wir bestrafen uns ständig selbst. Der innere Kritiker begleitet uns ein Leben lang. Wir denken "Wenn wir bloß diesen oder jenen Makel ausmerzen oder uns in der ein oder anderen Sache verbessern würden, dann könnten wir uns vielleicht lieben". Aber Selbstliebe ist nicht an Bedingungen geknüpft, genau wie die Liebe zu anderen Menschen auch nie an Bedingungen geknüpft ist. Selbstliebe geht weit darüber hinaus, sich morgens in den Spiegel zu schauen und zu sagen "Jo, siehst gut aus heute!". Es heißt sich selbst mit allem was da ist, anzunehmen und liebevoll umzugehen. Sich selbst zu mögen, hat nichts mit Äußerlichkeiten zu tun. Das heißt jedoch nicht, dass man gar keinen Wert auf seine äußere Erscheinung legt. Es heißt nur, dass man sein Selbstwertgefühl nicht davon abhängig macht. Es heißt auch nicht, dass man ein selbstverliebter Narzisst ist, der auf andere Menschen keinen Wert mehr legt.

Was kann man also tun, um den inneren Kritiker loszuwerden oder die Äffchen im Kopf zu beruhigen? Ich möchte ein paar einfache Tipps mit euch teilen, die mir geholfen haben (und immer noch helfen), mehr Selbstliebe zu praktizieren: 

Paola im Wasser mit einem Hut

Weniger Selbstkritik, mehr Selbstmitgefühl
Hör einfach auf dich, wegen allem klein zu machen und zu kritisieren. Du bist ein Mensch mit Fehlern und das ist nicht nur normal sondern sogar gut so. 

Lass dir keine Angst von deinen Gedanken einjagen
Sprich dir Mut zu und stärke deinen Rücken, wenn du zweifelst. Sei dein eigener Cheerleader!

Sei geduldig mit dir
Sei in allem, was du tust, geduldig mit dir. Auch wenn du etwas Neues lernst und es klappt nicht auf Anhieb, sei geduldig. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Vergleiche dich nicht ständig mit anderen
"Comparision is the thief of joy" - diese Worte könnten wahrer nicht sein. Solange wir uns mit anderen vergleichen, erkennen wir nicht unser volles und vor allem eigenes Potential. Es schürt außerdem auch Neid und Missgunst oder Minderwertigkeitskomplexe. All diese Gefühle sind von überhaupt gar keinem Nutzen für uns und unser Leben.

Lobe dich
Lobe dich für die kleinsten Schritte, auch die Schritte auf dem Weg zu mehr Selbstliebe. Während dich Kritik nur runterzieht, baut dich Lob auf und das gibt dir Aufschwung. Lob bringt dich also weiter als Kritik.

Akzeptiere deine Schwächen
Jeder hat sein Packerl zu tragen - sagt man, wo ich herkomme. Soll heißen, jeder hat Schwächen und Probleme, die er mit sich rumschleppt. Sie werden nicht besser oder gar verschwinden, wenn wir uns deswegen ständig selbst kritisieren und runtermachen. Verurteile dich nicht für deine Fehler und versuche, tolerant mit deinen Schwächen umzugehen. Selbstbestrafung hat noch niemanden zu einem besseren Menschen gemacht.

Sei dein bester Freund
Behandle dich selbst, wie du deinen besten Freund behandeln würdest. Gute Freunde sind füreinander da, gehen liebevoll miteinander um, motivieren und akzeptieren sich bedingungslos. Behandle dich selbst einfach genauso wie du Menschen behandelst, die du liebst. Klingt eigentlich ganz logisch, oder?

Meditation

Gehe achtsam mit deinem Körper um
Achte auf gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und frische Luft. Weniger industriell verarbeitete Lebensmittel, mehr frisches Essen, weniger tierische Produkte, mehr Gemüse und Obst. Verbinde dich mit der Natur, geh raus in den Park, Wald, in die Berge oder ans Meer. Versuche, der Großstadt öfter zu entfliehen und die Ruhe und heilende Kraft der Natur zu genießen.

Versuche es mit Mediation
Meditation hat mir viel geholfen, aus vielen tief sitzenden Gedankenmustern auszubrechen und neue Wege zu gehen. Dabei muss es gar nicht gleich eine Stunde in absoluter Stille sein. Schon 10 Minuten täglich können viel verändern. Es gibt auch viele verschiedene Formen der Meditation, nicht alle finden im Sitzen in der absoluten Stille statt.

Schenk dir ein Lächeln und nette Worte
Schaue in den Spiegel, sieh dir in die Augen und schenk dir dabei ein aufrichtiges Lächeln. Sage dir vielleicht sogar laut (oder zumindest im Kopf) "Ich mag dich, so wie du bist", "Du bist toll" oder gar "ich liebe dich".

Warum aber ist es so wichtig, mehr Selbstliebe zu praktizieren? Es gibt uns Selbstvertrauen und Stärke. Wir sind emotional nicht mehr von anderen Menschen abhängig, weil wir keine Angst mehr vor Ablehnung haben. Dadurch können wir uns selbst treu bleiben und Dinge tun und sagen, die wir für richtig halten. Wir können anderen gegenüber ehrlich und offen sein. Es fällt uns leicht, Kontakte zu knüpfen. Wir sind emotional stabiler und ausgeglichener, wenn wir uns selbst lieben, denn wir fordern diese Liebe nicht von anderen ein. Wir sind in vielen Bereichen erfolgreich, denn wir haben weniger Angst vor Fehlern und Misserfolgen. Das macht uns in allen Bereichen des Lebens entscheidungs- und auch risikofreudiger und somit auch erfolgreicher. Das gilt nicht nur für das berufliche, sondern auch das private Leben. Wenn wir uns selbst lieben und annehmen, sind wir auch anderen gegenüber großzügiger und toleranter. Und schließlich können wir andere Menschen nur aufrichtig und bedingungslos lieben, wenn wir uns selbst lieben.

Paola am Strand formt ein Herz hinter dem Rücken