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Thema: Neues Jahr, neues Glück

Vorsätze neues Jahr, neues Glück

2019! Was kommt, was bleibt und was kann weg?

So, das war es dann mit 2018! Neues Jahr, neues Glück!
Ich finde es tatsächlich immer sehr amüsant, wenn man zum Jahreswechsel irgendwelche Vorsätze hat ...

Ist es nicht so, dass man sich, je näher das neue Jahr rückt, spätestens schon im Oktober irgendwelche Dinge vornimmt, die im neuen Jahr erfüllt werden sollen? Ich persönlich denke, dass diese Vorsätze schon von vornherein zum Scheitern verdammt sind! Viele dieser Vorsätze könnte man tatsächlich sofort umsetzen, wenn es einem doch so wichtig ist, tut es aber nicht. Aus Bequemlichkeit? Weil man es vielleicht gar nicht wirklich will?

Unbequeme Dinge verschiebt man ja schon mal ganz gerne und was eignet sich dazu besser als das neue Jahr! Schließlich wird dann alles besser und natürlich wird man ein ganz neuer Mensch und indem man dazu das neue Jahr nutzt, das einem ja noch ein bisschen Aufschub gewährt, hat man sein (schlechtes) Gewissen schon beruhigt! Übrigens ziehe ich meinen imaginären Hut vor allen, denen es gelingt, mit dem 1. Januar persönliche Vorsätze erfolgreich in die Tat umzusetzen!

Das Einzige, was sich meiner Meinung nach ändert, ist die Zahl! Sowohl beim neuen Jahr als auch beim Alter! Man wird sich selber nicht grundlegend ändern, nur weil sich eine Zahl ändert. Wenn es einem wirklich wichtig ist, zum Beispiel abzunehmen, versucht man das sofort umzusetzen. Man hat ja schließlich einen guten Grund dafür, hat man sich doch schon oft Gedanken zu dem Thema gemacht. Hab ich selber schon zigmal versucht und bin früher oder später gescheitert.

Es bringt mir persönlich gar nichts, mir den 1. Januar 2019 als Deadline zu setzen, weil ich es vielleicht gar nicht wirklich will. Heute nicht und auch am 1. oder 25. Januar nicht. Man setzt sich selbst unter Druck und so beginnt das neue Jahr schon mit Stress. War nicht auch ein Vorsatz, den Stress im Leben etwas zu reduzieren?

Das Einzige, was ich mir zum Vorsatz nehme, ist, weiterhin optimistisch zu bleiben, was meine MS angeht. Ich glaube fest daran, dass ich meine Krankheit mit meiner Einstellung dazu beeinflussen kann. Ich weiß auch, dass es vielen MS-Kranken nicht so gut geht und meine geschriebenen Worte hier für diese nur als blöde Phrasen erscheinen, was ich nachvollziehen kann und was mir leidtut!

Tatsächlich hat ja jeder so seine eigene, ganz persönliche MS und jeder muss und soll für sich selbst entscheiden, wie er/sie damit umgeht, und niemand hat das zu werten! Ich persönlich meine, meinen Weg gefunden zu haben. Allerdings weiß ich nicht, ob ich das immer noch so sehe, wenn tatsächlich (wieder) ein schwerer Schub kommt. Ich bin auch meisterhaft im Verdrängen und oft schiebe ich meinen Optimismus auch nur vor. Ich habe auch Tage, an denen es in mir drin ganz anders aussieht, an denen es mir nicht gut geht, und ich versuche, diese Tage anzunehmen, denn das gehört dazu, ob es mir nun gefällt oder nicht.

Was ich positiv beeinflussen kann, werde ich versuchen zu beeinflussen, alles andere muss ich auf mich zukommen lassen, und dann gilt es, Entscheidungen zu treffen. Und was ich mir in diesem Fall für 2019 wünsche, ist, das für mich Richtige zu tun (tatsächlich steht so eine grundlegende Entscheidung, was die MS betrifft, an)! Genauso wie alle anderen Jahre zuvor!

Abschließend fällt mir dazu noch ein, was Sir Anthony Hopkins über das Leben an sich denkt:

Niemand von uns kommt hier lebend raus. Also hör auf, dich wie einen nachträglichen Einfall zu behandeln. Iss leckeres Essen. Geh in der Sonne spazieren. Spring ins Meer. Sag die Wahrheit, die du wie einen versteckten Schatz in deinem Gehirn aufbewahrst. Sei albern. Sei freundlich. Sei merkwürdig. Für alles andere hast du keine Zeit.

Ich wünsche euch ein ruhiges, erfolgreiches und vor allem schubfreies 2019 und nur das Beste!