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Thema: Von Angehörige für Angehörige

Spruch über Müdigkeit

Kolumne - Ich kann mich nicht erinnern, wie es sich anfühlt, nicht müde zu sein!

Kennt ihr das? Dieses Nachspüren, wie es einmal war? Bei mir passiert es nicht bewusst – nicht so, dass ich zu Hause sitze und denke: „Ach, wie war das damals – in der Zeit vor der Fatigue?“ Nein, es überkommt mich einfach.

Aber nicht nur mitten im Fatigue-Anfall, nein – auch wenn ich beispielsweise ein Buch lese und der Protagonist einen vollen Terminkalender hat und alles spielend schafft:

Aufstehen – arbeiten gehen – Stress aushalten – Autofahrten im Stau hinter sich bringen – noch „schnell“ den Einkauf erledigen – eine kurze Dusche nehmen, zur Entspannung (ich dagegen muss mich nach dem Duschen erst einmal wieder hinlegen …) – und sich dann noch mit Freunden treffen. Halleluja!

Das sind die Momente, die nicht nur Protagonisten erleben, sondern etliche andere Menschen ebenso. Wenn ich mich frage: Wann um Himmels willen war das bei mir noch so?

Es war so, ganz sicher. Ich war ein Tausendsassa: Kind auf der Hüfte, Staubwedel geschwungen, dabei noch telefoniert und dem anderen Kind die Schuhe gebunden und, und, und! ?

Das waren Zeiten! ?

Sie sind vorbei und manchmal überkommt es mich: Ich kann mich nicht erinnern, wie es sich anfühlt, nicht müde zu sein!

Aber es ist interessant: Das ist zwar nicht schön, aber okay!

Dafür erinnere ich mich an all das Schöne, das ich mit Fatigue oder gar trotz Fatigue erlebt habe und das war einiges und das macht mich stolz.

Im Hier und Jetzt leben – das ist meine Devise: Und mit ihr lebt es sich gut!

Und ganz ehrlich: Meine Erinnerung hakt sowieso des Öfteren – also was soll’s! ?

Auf ins bunte Leben mit Fatigue!