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Thema: Achtsamkeit und MS

1000 Gesichter: Dreh mit Anke - Achtsamkeit

„Huhu, hier oben!“ - Wir stehen suchend auf dem Gehweg in einer Kölner Straße, als uns eine fröhliche Frau aus dem obersten Stock eines Hauses herunter winkt. Das Team stapelt unser Equipment in den Fahrstuhl und wir stehen wenige Momente in der farbenfrohen Wohnung von: Anke.

Dreimal ums Eck ins Idyll

Sie hat ein verschmitztes Blitzen in den Augen, als sie uns die Tür öffnet. Wir sind uns immer mal wieder schon vor diesem Dreh in den Weiten des Social Webs über den Weg gelaufen und freuen uns jetzt gleichermaßen, uns persönlich zu begegnen.

Als erstes führt uns Anke um ein paar Ecken herum mit zu einem nahegelegenen kleinen Teich. Der Ort wirkt wie eine ruhige Oase inmitten der Häuser rundherum. Sie erzählt uns, dass sie oft an diesen Ort kommt, wenn sie einfach mal kurz raus aus dem Alltag möchte. Sie lässt hier einfach ihre Gedanken schweifen oder liest und genießt die Atmosphäre dieses kleinen Idylls.

Das Kamarateam in Aktion

Ein Stück vom Alltag

Mittags lernen wir ihre Tochter kennen, die sogleich unseren Kameramann in Beschlag nimmt und sich alles erklären lässt. Man merkt schon in den ersten Minuten, dass Anke und ihre Tochter eine besondere Verbindung haben. Später im Interview erfahre ich, dass sich Anke dieses Kind auch sehnlichst gewünscht hat, nicht lang nach ihrer Diagnosestellung.

Am Nachmittag dürfen wir Ankes neustes Projekt begleiten: sie eröffnet ihr eigenes kleines Café. Das ist ein langgehegter Traum von ihr, der nun endlich in die Tat umgesetzt wurde. Als wir dort drehen durften waren die Eröffnungsvorbereitungen voll im Gange (mittlerweile ist es eröffnet!).

Achtsamkeit steht nicht allein

Am nächsten Tag treffen wir Anke zum Interview. Und wir reden nicht nur über den Begriff Achtsamkeit, der nach ihrem Empfinden gerade sehr in Mode ist, sondern auch über das Thema Hochsensibilität. Beides verwebt sich in Ankes Alltag miteinander. Sie hat eine pragmatische Sichtweise auf diese Dinge und muss nicht alles mit hochtrabenden Worten benennen. Eine gewisse Achtsamkeit ist selbstverständlich für sie. Anke kennt ihre Grenzen ganz genau - und doch, oder gerade deswegen überschreitet sie sie manchmal bewusst.

Malkurs mit Mama und Tochter

Zum Abschluss des Drehs dürfen wir Mutter und Tochter noch in einen Malkurs begleiten. Hier geht Anke häufiger mal hin. In der Atmosphäre dieses hübschen Ateliers fällt es mir leicht nachzuvollziehen, dass Anke hier die Welt an der Tür abgeben kann. Es lädt dazu ein, einfach in dem Moment dort zu sein.