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Thema: Selbstliebe

Der Dreh mit Sabine

Im Laufe unserer „Tausend Gesichter“-Reihe wollen wir alle Einblick-Blogger einmal vor die Kamera holen und näher vorstellen. Paola, Lara & Heike habt ihr in der Vergangenheit schon kennengelernt. Und jetzt bin ich also an der Reihe. Ein merkwürdiges Gefühl wieder in die Doppelrolle von Regie & Protagonistin zu schlüpfen. Diese Erfahrung im Zuge der Dreharbeiten zu meinem Kinofilm liegt mittlerweile schon einige Jahre zurück.
Das Thema Selbstliebe hat bei mir so viel bewegt, dass es nach mir rief, als es zur Überlegung stand, in diesem Monat ein Blogger-Portrait zu drehen.

Wo alles angefangen hat

Unweigerlich damit verbunden ist der Ort, an dem alles angefangen hat: Human Posture in Pronstorf. Deswegen findet dort auch am ersten Drehtag das Interview statt.

Wir nehmen diese Doku zum Anlass, um etwas wunderbares Neues bei „Tausend Gesichter“ zu starten: Von jetzt an wird es Gast-Regisseure geben! Und die Erste sitzt nun vor mir: die talentierte Inka. Wir arbeiten schon eine Weile zusammen und sie hat bereits viel von mir abseits von Einblick über das Leben und Arbeiten mit MS mitbekommen.

Nun sitzt sie mir also gegenüber. Zum ersten Mal nach zwei Jahren darf ich das Ruder in die Hände einer anderen Person geben – und genieße es. Mit ihrem zarten Fingerspitzengefühl erforscht Inka meine Veränderungen und meine persönliche Sichtweise auf das Thema Selbstliebe.

Der Dreh mit Sabine

Meditation, Kalari und Ayurveda

Nach unserem Interview wird eine kleine Meditationssession mit Deva und ein Kalari-Training bei Kai begleitet. Deva und Kai sind zwei Menschen, die seit einigen Monaten einen festen Platz in meinem Leben haben und auch sehr eng mit meiner neugewonnenen Selbstliebe verwoben sind. Sie und ihre Kinder sind große Lehrer für mich und ich genieße jede Minute mit ihnen. Ich habe noch nie Menschen getroffen, die so wertfrei mit mir und auch ihren anderen Mitmenschen umgegangen sind. Die so viel einfach annehmen.

Die Reise zu mir selbst hat auch die ayurvedische Lebensweise in mein Leben gebracht. Neben der Meditation gehört eine regelmäßige Ganzkörper-Einölung dazu, die das Filmteam ebenfalls begleitet. 

Was macht dein Leben aus?

Wenn ich eine „Tausend Gesichter“-Folge plane, frage ich meine Protagonisten immer: Was ist dir wichtig? Was gehört in dein tägliches Leben? Was macht dich aus? Da standen viele Dinge bei mir zur Auswahl und ich musste mich entscheiden zwischen einer ganzen Reihe an kreativen Hobbys, Malen, Tanzen, Fotografieren, Nähen, Hand Lettering – sämtliches DIY im Grunde. Sport macht ebenfalls viel aus, Kochen und Backen, alles selbst herzustellen. Aber auch das Reisen und meine Liebe zu Festivals mit allem, was dazugehört.

Was mich jedoch am meisten dazu veranlasst hat, mein Leben zu verändern und mich immer wieder auf's Neue herausfordert ist mein Job. Daher habe ich mich neben meinen neugewonnenen Ritualen für das Zeigen meiner täglichen Arbeit entschieden. Denn das ist es, über das ich mich früher definiert habe. Arbeit. Leistung. Und das ist es, was mich immer wieder neu zu Schüben bringt, weil ich meine Grenzen missachte. Und daher ist es auch das, was ausgelöst hat, mein Leben auf den Kopf zu stellen.

Als ich damals mit einem heftigen Schub nach Pronstorf ging, war nie meine Absicht, mich selbst lieben zu lernen. Erst als ich dort war, habe ich realisiert, wie selbstzerstörerisch ich zu mir bin. Und es ist auf gewisse Weise ironisch, dass ich dann eine Krankheit diagnostiziert bekomme, die dieses medizinisch manifestiert: Autoimmunkrankheit. Der Körper greift sich selbst an.

Und nur deswegen ist das Thema Selbstliebe in meinen Fokus gerückt. Und hat mit einem BÄMM! alles verändert.